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Doppelname

Doppelnamen entstehen, wenn einem Familiennamen ein anderer Familienname vorangestellt oder angefügt wird. Der Doppelname gilt als ein Familienname.
Ein Doppelname ist als Ehename nicht gestattet.
Doppelnamen können nach deutschem Recht insbesondere in folgenden Fällen entstehen:

  1. Der Partner, dessen Geburtsname nicht zum gemeinsamen Familiennamen bestimmt wird, kann durch Erklärung beim Standesamt dem gemeinsamen Familiennamen seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Bestimmung geführten Namen voranstellen oder anfügen. Diese Erklärung kann widerrufen werden.
  2. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes kann durch Namensänderung nach dem Namensänderungsgesetz ein Doppelname gebildet werden. Das wird insbesondere dann als zulässig angesehen, wenn es sich bei dem Familienname um einen sog. Sammelnamen (z.B.: Meyer, Maier, Müller, Schmidt, Schulz) handelt und eine Verwechslungsgefahr durch die Namensänderung beseitigt wird. 

In den meisten Fällen werden Erklärungen zum Doppelnamen bei der Eheschließung oder Partnerschaftsbegründung abgegeben. 
Der so bestimmte Doppelname darf nur aus zwei Namen bestehen, die mit einem Bindestrich verbunden werden. Besteht der zum Ehenamen gewählte Familienname bereits aus zwei Namen, so darf ihm kein weiterer Name hinzugefügt werden. Besteht der Familienname, der hinzugefügt werden soll, aus mehreren Namen, so darf nur einer dieser Namen hinzugefügt werden.

Kinder mit Doppelnamen

Es gibt in Deutschland Kinder, die beide Nachnamen ihrer Eltern führen dürfen. 1991 kippte das Bundesverfassungsgericht das Gesetz, wonach sich Paare, die heiraten wollten, auf einen gemeinsamen Familiennamen einigen mussten. Bis zur Neuregelung des Namensgesetzes erlaubten die Richter in Karlsruhe außerdem die Möglichkeit, Kindern einen Doppelnamen zu geben, wenn die Eltern beide ihre Geburtsnamen beibehalten. 1994 wurde diese Option wieder abgeschafft.
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 30. Januar 2002 entschieden, das verheiratete Eltern mit unterschiedlichen Nachnamen, ihrem Kind keinen daraus kombinierten Doppelnamen geben dürfen. Eltern ohne einen gemeinsamen Ehenamen müssen den Nachnamen des Vaters oder der Mutter als Familienname für das Kind auswählen. Der Gesetzgeber dürfe zwar Doppelnamen für Kinder zulassen, sei aber laut Verfassung nicht dazu verpflichtet.